Sonntag, 24. Mai 2009

Yes I can - Rennbericht HIM 70.3 St.Pölten 2009


Startnummer 1204 von 2440 gemeldeten Teilnehmern. 0735 Uhr morgens gings los. Zu sagen ich wäre nervös wäre eine glatte Untertreibung - ich wusste nicht wo ich stehe, meine Verletzungen vom vorigen Jahr im Hinterkopf machten mich unsicher.

Eine Umarmung mit meiner Claudia löste all die Unsicherheit, und ich spürte, heute muss ich hinlangen, heute muss ich tun, heute gebe ich nicht nach, heute kämpfe ich!

Schwimmen:
Ich kam zu Beginn nicht so Recht in einen Rhytmus - warum auch immer, erst nach dem Landgang und dem "Re-Start" im zweiten See schwamm ich wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Endzeit von knapp über 40 Minuten ist bescheiden, aber ich weiß ich kann mehr und das bereitet mir auch kein Kopfzerbrechen für den Ironman Austria (Na ja ;-).

Rad:
Der Wechsel Schwimmen auf Rad verlief o.k. hatte ein Problem mit meinem Wechselsack weil ich Depp den zu stark zugeknotet hatte und meinen Radhelm nicht rausbekam - ein klassischer Filippits Move eben... Ich hatte von Beginn an ordentlich Druck auf den Pedalen - zunächst noch unsicher wuchs aber meine Zuversichtdass das so bleiben würde. Mit einem Schnitt deutlich über 30km/h und einer Endzeit von 2:50 für die 90km und (nicht wenigen) Höhenmeter bin ich sehr, sehr zufrieden. Die Eindrücke der sehr schnellen Radstrecke durch die Wachau waren grandios! Die harten Trainingseinheiten der letzten Wochen zeigen ordentlich Wirkung. Ich war nie wirklich am limit, hatte immer Reserven und fühlte mich einfach toll. Auch die Ernährung klappte wunderbar.

Lauf:
Wechselsack die zweite - jetzt bekam ich meine Laufschuhe net raus - wie dumm kann man sein? Egal, raus, und jetzt gilts. Nach bewusst vorsichtigem Beginn (mein Knie) lief ich ganz ruhig meine ersten 5km. Da habe ich schon gespürt dass ich gute Beine hatte. Den Rat meines Trainers befolgend habe ich brav Gels, Isos, Wasser und Obst in mich hineingestopft um ja nicht unterversorgt zu sein. Ab Kilometer 8 wusste ich das wird o.k. heute. Mit einer Laufzeit von 1.51 bin ich zufrieden. Ich hatte am Schluss noch Reserven und konnte die letzten 2 km in 5:15/ laufen. Also auch da noch Reserven. Freut mich. Lediglich gegen Ende des Laufs bekam ich leichte Rückenschmerzen im Bereich des Lendenwirbels. Aber nicht muskulär. Die Stabis haben sich ausgezahlt, keine Muskelprobleme in Nacken und Rücken.

Fazit:
Überglücklich und zufrieden lief ich nach 5h:31min und a bissl was durchs Ziel. Bis auf die kleinen wehwehchen lief alles rund. Bei der Trimotion (mit Knieproblemen und schwererer Radstrecke) warens noch 6h:30min.

Ich freu mich über die für mich sehr gute Endzeit. Bedeutet sie doch theoretisch für den Ironman eine Endzeit unter 12h - was oberaffengeil wäre. Aber wie ich weiß, ist das alles reine Spekulation die nix bringt.

Ich bin happy - und kann gar nicht sagen wie sehr!

Dank vor allem an CLAUDIA! Mein Mädel hat unermüdlich mitgeholfen die letzten Monate und speziell heute das es mir gut geht. DANKE an Dich! Sie hat mit erhobenen Hauptes am Donnerstag die Challenge absolviert - ihr sicherlich härtester Triathlon, weil von Husten und Hitze (30°!) geplagt - Gratulation an dieser Stelle!

Bilder gibts hier:
http://picasaweb.google.com/filippits/Ironman703StPolten2009?feat=directlink

Dank an meinen Körper - danke dass Du mich das erleben lässt!

Liebe Grüße
Euer Norbert

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