Durch meine Auslandsreise komme ich leider erst jetzt zum Rennbericht. Großen Dank gebührt an dieser Stelle meiner Claudia - die alles unternommen hat damit ich mich wohl fühle und ich letztendlich die Zielline erreciht habe! Danken möchte ich noch meinen Brüdern Mario und Karl, Anita und Martina, Heidi, Alex, Ali, Andi, Simon, Martin, und alle die mich vor während und nach dem Ironman so toll unterstützt haben.
Nun aber zum Bewerb selber:
Schwimmen:
Die Anspannung vor dem Big Bang war sehr groß - eineinhalb Jahre Training wollen jetzt losgelassen werden. Meine Taktik war klar, gemütlich Schwimmen, locker zum Rad kommen und nicht zu viele Körner verbrauchen. Nach 1h30min war ich draußen, und ich bin quasi die 4 Kilometer "spazieren geschwommen". Am Anfang gabs a bissl a gehaue im Wasser, aber nix schlimmes oder unerwartetes. Was habe ich gelernt: Hier habe ich ne Menge potential!
(Die zu Fleisch gewordene Anspannung)
(Kurz vor dem Start noch schnell einschwimmen)
Radfahren:
Hier war meine Taktik ganz klar: Ich will um die 6h für die 180km brauchen, also knapp 30 km/h Schnitt pro Stunde. Die erste Runde bin ich mit einem 32er Schnitt gefahren, also in der zweiten Runde Tempo raus. Der Marathon kommt ja noch! Vom Gefühl bin ich in der zweiten Runde schneller gefahren als in der ersten, das kam aber vor allem davon das ich so viele überholt habe. Beim Radfahren habe ich mehrere hundert Plätze gutgemacht!!! (Stolz bin ;-).
Die Strecke kannte ich ja gut, also konnte ich mir alles gut einteilen. Auch die Ernährung klappte gut, alles easy. Sehr oft habe ich gegrinst und hatte wirklich viel Spaß, die Anstrengung war mäßig, hatte ich doch viel trainiert. Also auf zum Wechselzelt zum Lauf, die Vorfreude war groß!
(Radsplit hat Spaß gemacht)
(Der Tag war wunderschön, ich fühlte mich super, die Landschaft sensationell)
Laufen:
Laufen:
Im Wechselzelt habe ich mir Zeit gelassen (7min) um mich gemütlich umzuziehen. Ebenso gemütlich bin ich den Lauf angegangen, wissend dass der Marathon entscheidend ist. Mittlerweile kamen auch schon Gedanken in Richtung Endzeit auf. Eine Zeit von 12h oder knapp darunter war drinnen, kann ich einen Marathon doch in 4h locker, in 4h30 auf alle Fälle Laufen. Zu dem Zeitpunkt war gerade mal 7h30 unterwegs, also absolut perfekt!
Meine Kraftübungen zahlen sich also aus, dachte ich, denn ich hatte null Probleme mit dem Rücken. Auch die Beine fühlten sich auf dem ersten Kilometer gut an, den ich betont langsam anging. Dann steigerte ich das Tempo auf 6min/km was eine Endzeit von knapp 4h am Marathon ergeben würde. Ganz locker lief ich also und hatte echt Spaß!
Doch dann kam schon nach Kilometer 5 der erste Schmerz! Mein Tractus im rechten Knie meldete sich zart aber bestimmt - Panik machte sich breit! Sofort begann ich kurz zu gehen, in der Hoffnung dass es nur eine kurze Episode sein könnte. Doch 3km weiter war alles aus. Der Schmerz war so heftig, dass ich nicht mal ordentlich gehen konnte. "Nicht schon wieder" dachte ich mir. In der ersten Regung wollte ich alles hinschmeißen. Ich wusste dass es nimmer besser werden würde - nur schlimmer. Was sollte ich machen? Aufgeben? Beim ersten Versuch einen Ironman zu finishen? - Schnell war mir klar, das kommt nicht in Frage.
(Der Schmerz steht mir ins Gesicht geschrieben - trotz nur leichtem Traben statt Laufen)
An Laufen war nicht mehr zu denken. Also: 34km Powerwalking! Mental eine echte Herausforderung, speziell da Laufen echt zu meinen Stärken zählt!
Ganz schlimm habe ich die Anfeuerungsrufe empfunden. "Lauf a bissl" und "Probiers doch wenigstens" bis hin zu "Wenigstens a bissl Laufen - Hopp Hopp" sind zwar lieb gemeint, zehren aber vermehrt an den Nerven wenn man weiß das man könnte wenn nur nicht die Verletzung wäre...
Permanent habe ich versucht wieder zu Laufen, aber mehr als ein paar Meter waren nicht drin. Sofort blockierte mein Knie vor Schmerz, und ich wusste nicht mehr wie ich weiter sollte. Aber ich wollte unbedingt ins Ziel, auch wenn die Endzeit komplett zu vergessen war. Aber ich wollte ins Ziel - ich wollte mir meine viele Arbeit nicht vermiesen lassen und versuchte mich der Situation anzupassen und zu genießen! Ich mache einen Ironman, es ist toll hier, ich werde es schaffen - diese Gedanken begleiteten mich.
An Laufen war nicht mehr zu denken. Also: 34km Powerwalking! Mental eine echte Herausforderung, speziell da Laufen echt zu meinen Stärken zählt!
Ganz schlimm habe ich die Anfeuerungsrufe empfunden. "Lauf a bissl" und "Probiers doch wenigstens" bis hin zu "Wenigstens a bissl Laufen - Hopp Hopp" sind zwar lieb gemeint, zehren aber vermehrt an den Nerven wenn man weiß das man könnte wenn nur nicht die Verletzung wäre...
Permanent habe ich versucht wieder zu Laufen, aber mehr als ein paar Meter waren nicht drin. Sofort blockierte mein Knie vor Schmerz, und ich wusste nicht mehr wie ich weiter sollte. Aber ich wollte unbedingt ins Ziel, auch wenn die Endzeit komplett zu vergessen war. Aber ich wollte ins Ziel - ich wollte mir meine viele Arbeit nicht vermiesen lassen und versuchte mich der Situation anzupassen und zu genießen! Ich mache einen Ironman, es ist toll hier, ich werde es schaffen - diese Gedanken begleiteten mich.
(Spaziergang ins Glück)
Nach nur mäßigen 14 Stunden erreichte ich daher eher relaxt das Ziel. Ich freute mich doch sehr über die Ankunft, weil das Gehen endlich vorbei war und ich mein Ziel - einen Ironman zu finishen - endlich erreicht hatte!.
Es war aber schon fast 2200 Uhr und nach einer kurzen Dusche und einer kleinen Mahlzeit gings gleich nach Wien und weiter zum Flughafen Schwechat zur Dienstreise nach Afrika / Tanzania. Echt verrückt!
Nach nur mäßigen 14 Stunden erreichte ich daher eher relaxt das Ziel. Ich freute mich doch sehr über die Ankunft, weil das Gehen endlich vorbei war und ich mein Ziel - einen Ironman zu finishen - endlich erreicht hatte!.
Es war aber schon fast 2200 Uhr und nach einer kurzen Dusche und einer kleinen Mahlzeit gings gleich nach Wien und weiter zum Flughafen Schwechat zur Dienstreise nach Afrika / Tanzania. Echt verrückt!
Jetzt, 1 Woche nach dem Ironman, habe ich schon neue Ziele ausgeheckt! Ich habe erlebt dass ich gut trainiert war, keine konditionellen oder Kraftprobleme hatte. Dadurch dass ich den Marathon nicht gelaufen bin hatte ich auch kaum Muskelkater. Schon einen Tag nach dem Bewerb war alles easy - fast als hätte ich nur ein härteres Training gemacht.
Nun lasse ich mich mal ordentlich medizinisch checken - ich muss das mit der Sehne in meinem rechten Knie in den Griff kriegen! Beim Ironman 70.3 in St.Pölten war alles easy, und da habe ich speziell am Rad anders angedrückt! Na ja, ich werde sehen.
Meine Ziele 2010 sind nun:
1) Ursache für Schmerz herausfinden und entsprechend handeln (Arzt - und Training)
2) Ironman Ziel 2010 definieren (Südafrika, China oder Roth/Deutschland)
3) Winter Trainingslager organisieren (Dezember/Jänner - Dubai oder USA)
4) Frühjahr Trainingslager organisieren (Cecina Italien oder Mallorca)
5) Spaß haben und einen Ironman im Sinne des Erfinders finishen
(Schwimmen, Radfahren und Laufen)
Letztendlich bin ich Mega Happy! Es war ein besonderes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. I am an Ironman - denn ich habe gekämpft und nicht Aufgegeben!!!
Hmmmm - ein geiles Gefühl...
...ich habe Lust auf mehr!!!
Liebe Grüße
Euer Norbert



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