Freitag, 31. Juli 2009

Viel los - echt viel los!!!


(...Beim Versuch einen Sprinter zu imitieren - ärmlich...)

Hallo an alle!

Die letzten Tage und Wochen nach dem Ironman sollten eigentlich ruhige sein - das Gegenteil war der Fall. Direkt nach dem Ironman war ich in Tanzania, dann in Frankreich und in Deutschland. Dazwischen immer in Wien, aber trotzdem viel los.

Mein Priority A Wettkampf 2010 wird: Ironman Kärnten oder Challenge Roth!

Wie das?
Ich bin durch die Hilfe eines Freundes nun doch auch in Kärnten gemeldet - in Roth auch - also kann ich es mir aussuchen ;-) Oder ich mach gleich beide, wär auch was tolles. Zwei Ironman Distanzen in 1 Woche - Hmmm... Ich glaub das wär net so toll. Auf alle Fälle habe ich die Möglichkeit, mal sehen.


Auch werde ich an der Challenge Walchsee - einem neuen Event der Challenge Serie - teilnehmen. Diese findet am 5.09.2010 statt. Und ich kann Euch sagen - meldet Euch an, ein toller Event in wunderschöner Umgebung. Und. Mein Trainer Andi Klingler ist der Veranstalter ;-) Also kanns nur gut werden.

Infos hier:

http://www.challenge-walchsee.at/


Mein Trainingslager in Dubai vom 21.12.2009 bis zum 08.01.2010 ist gebucht!!!
Endlich darf ich mal im Winter die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und mich fühlen wie ein Profi (der ich nicht bin) - wird sicher a Gaudi! Ich bin sooooooo happy das ich 3 Wochen dort sein kann - ich kanns Euch gar net sagen.


In Deutschland letztes Wochenende war ich bei den Baja 300 Powerdays Germany in der Lausitz- organisiert von meinem Bekannten Armin Schwarz (141 WM Rallye Starts, Rallye Europameister) der eine irrwitzige Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Davor war ich 1h lang!!! (Man lasse sich das auf der Zunge zergehen) - und dabei habe ich folgendes Bild selbst fotografiert (find ich lustig...):



(Cooles Bild)

Bei den Powerdays selbst hatte ich die Möglichkeit mal ein bisschen Smalltalk mit Petter Solberg - einer meiner Rallye Heros - zu führen. Ein echt lässiger Typ, und ein liebenswürdiges Schlitzohr obendrein.

(Petter Solberg, Rallye Weltmeister 2005)

(Sein etwas ramponiertes Skoda Fabia WRC - na so wie der fährt kein Wunder ;-)
(DieserSubaru hat - auch wenn mans kaum glaubt - fast 400 PS!)

Ken Block, der verrückte Amerikaner mit seinen coolen Driftvideos auf Youtube war ebenso anwesend wie quasi die Elite des weltweiten Motorsports. Cyril Depres, Jesse James (Mann von Sandra Bullok), Gigi Galli und viele mehr haben mein (doch noch schlagendes) Motorsportler Herz höher schlagen lassen. Und das Beste daran: Man konnte zu allen hingehen, es gab keine Zäune oder Bodyguards, alle gaben Autogramme und man konnte smalltalk führen wie man wollte!
An dieser Stelle herzliche Gratulation für diesen tollen Event Armin!


Infos zu diesem Mega Event findet ihr hier:
http://www.baja300-powerdays.com/


Also ihr seht, langweilig ist mir nicht gewesen. Natürlich habe ich mein Training wieder aufgenommen - wenn auch sanft dosiert (mein Bäuchlein is aber a bissl gewachsen) - und auch meine Arbeit kommt nicht zu kurz.


Ich halte Euch am laufenden - die nächsten Wochen werden sicher spannend!
Heute hat mir mein Boss irgendwas von Naher Osten im August erzählt... Details will ich eh schon lange nimmer wissen - Flexibilität ist angesagt ;-)

Liebe Grüße
Euer Norbert

Donnerstag, 16. Juli 2009

2010 beginnt 2009


Hallo!

Zielstrebig wie ich nunmal bin habe ich gut regeneriert (viel gefuttert) und die Ziele 2010 festgelegt: Mein Priority A Wettkampf wird die Quelle Challenge Roth / Deutschland werden!

Gründe:
1) Mega Affengeile Stimmung (ich war noch nie da, aber was man so hört und sieht...)

2) Termin im Juli 2010 - was mir gut ins Konzept passt
3) Kein Flugtransfer notwendig (Tu ich beruflich eh schon die ganze Zeit)
4) Tolle Superstars am Start
5) Es ist in Bayern (Franken) - also fast Österreich!

Ich habe mich gegen China entschieden, wäre zwar ein tolles Abenteuer gewesen, aber die Stimmung eher steif und (noch) nicht das was ich jetzt will. Auch das Wintertrainingslager nimmt formen an. Mein Traum war es schon immer im Winter in der Sonne zu trainieren - und es wird mit 99%iger Sicherheit Abu Dhabi / Dubai werden - exakter Al Ain. Dort werde ich Dank der Tipps von Ex-Profi Triathlet Werner Leitner mindestens 3, vielleicht 4 Wochen ab dem 25 Dezember 2009 verbringen. Ich freu mich drauf das Grundlagentraining in der Sonne statt im Schnee umsetzen zu dürfen.

Das Abu Dhabi Profi Triathlon Team rund um den Ironman Hawai Weltmeister Faris Al-Sultan wird auch offiziell ein Trainingslager anbieten, genaueres kann man auf deren Homepage zu einem späteren Zeitpunkt erfahren.

Ein weiteres Trainingslager möchte ich im März in Italien verbringen. Dafür geht dann zwar mein kompletter Urlaub drauf, aber das ist es mir Wert.

Nächste Woche steht dann die Untersuchung beim Arzt an, erste Anzeichen deuten darauf hin dass ich beim Ironman in Österreich an einem "Läuferknie" gelitten habe. Leider nix neues für mich, aber ich werde eine Lösung finden um mich trainingstechnisch noch optimaler Vorzubereiten als für 2009. Ich war ja bestens drauf, das Training war gut (wenn auch nicht perfekt) - aber ich habe mich sehr stark und gut gefühlt (Danke nochmals an Andi Klingler für die tollen Trainingspläne).

Am 29 August (sofern der Arzt grünes Licht gibt) starte ich noch nach Absprache mit Andi beim Austria Triathlon Podersdorf - zum Spaß! Werde aber absolutes Vollgas geben (wenn mein Knie wieder o.k. ist), weil danach mindestens 3 Wochen Pause anstehen bevor der Trainingsaufbau für 2010 starten wird.

Auf alle Fälle steckt mein Kopf voller Ideen und Ziele - ich freue mich auf die nächsten Monate, den für mich ist der Weg das Ziel - Training als quasi Ersatz zu religöser Hingabe ;-)

Ich halte am laufenden

Liebe Grüße
Euer Norbert

Montag, 13. Juli 2009

I am an Ironman!

Hallo!

Durch meine Auslandsreise komme ich leider erst jetzt zum Rennbericht. Großen Dank gebührt an dieser Stelle meiner Claudia - die alles unternommen hat damit ich mich wohl fühle und ich letztendlich die Zielline erreciht habe! Danken möchte ich noch meinen Brüdern Mario und Karl, Anita und Martina, Heidi, Alex, Ali, Andi, Simon, Martin, und alle die mich vor während und nach dem Ironman so toll unterstützt haben.

Nun aber zum Bewerb selber:

Schwimmen:
Die Anspannung vor dem Big Bang war sehr groß - eineinhalb Jahre Training wollen jetzt losgelassen werden. Meine Taktik war klar, gemütlich Schwimmen, locker zum Rad kommen und nicht zu viele Körner verbrauchen. Nach 1h30min war ich draußen, und ich bin quasi die 4 Kilometer "spazieren geschwommen". Am Anfang gabs a bissl a gehaue im Wasser, aber nix schlimmes oder unerwartetes. Was habe ich gelernt: Hier habe ich ne Menge potential!



(Die zu Fleisch gewordene Anspannung)


(Kurz vor dem Start noch schnell einschwimmen)

Radfahren:
Hier war meine Taktik ganz klar: Ich will um die 6h für die 180km brauchen, also knapp 30 km/h Schnitt pro Stunde. Die erste Runde bin ich mit einem 32er Schnitt gefahren, also in der zweiten Runde Tempo raus. Der Marathon kommt ja noch! Vom Gefühl bin ich in der zweiten Runde schneller gefahren als in der ersten, das kam aber vor allem davon das ich so viele überholt habe. Beim Radfahren habe ich mehrere hundert Plätze gutgemacht!!! (Stolz bin ;-).
Die Strecke kannte ich ja gut, also konnte ich mir alles gut einteilen. Auch die Ernährung klappte gut, alles easy. Sehr oft habe ich gegrinst und hatte wirklich viel Spaß, die Anstrengung war mäßig, hatte ich doch viel trainiert. Also auf zum Wechselzelt zum Lauf, die Vorfreude war groß!



(Radsplit hat Spaß gemacht)

(Der Tag war wunderschön, ich fühlte mich super, die Landschaft sensationell)

Laufen:
Im Wechselzelt habe ich mir Zeit gelassen (7min) um mich gemütlich umzuziehen. Ebenso gemütlich bin ich den Lauf angegangen, wissend dass der Marathon entscheidend ist. Mittlerweile kamen auch schon Gedanken in Richtung Endzeit auf. Eine Zeit von 12h oder knapp darunter war drinnen, kann ich einen Marathon doch in 4h locker, in 4h30 auf alle Fälle Laufen. Zu dem Zeitpunkt war gerade mal 7h30 unterwegs, also absolut perfekt!
Meine Kraftübungen zahlen sich also aus, dachte ich, denn ich hatte null Probleme mit dem Rücken. Auch die Beine fühlten sich auf dem ersten Kilometer gut an, den ich betont langsam anging. Dann steigerte ich das Tempo auf 6min/km was eine Endzeit von knapp 4h am Marathon ergeben würde. Ganz locker lief ich also und hatte echt Spaß!
Doch dann kam schon nach Kilometer 5 der erste Schmerz! Mein Tractus im rechten Knie meldete sich zart aber bestimmt - Panik machte sich breit! Sofort begann ich kurz zu gehen, in der Hoffnung dass es nur eine kurze Episode sein könnte. Doch 3km weiter war alles aus. Der Schmerz war so heftig, dass ich nicht mal ordentlich gehen konnte. "Nicht schon wieder" dachte ich mir. In der ersten Regung wollte ich alles hinschmeißen. Ich wusste dass es nimmer besser werden würde - nur schlimmer. Was sollte ich machen? Aufgeben? Beim ersten Versuch einen Ironman zu finishen? - Schnell war mir klar, das kommt nicht in Frage.

(Der Schmerz steht mir ins Gesicht geschrieben - trotz nur leichtem Traben statt Laufen)

An Laufen war nicht mehr zu denken. Also: 34km Powerwalking! Mental eine echte Herausforderung, speziell da Laufen echt zu meinen Stärken zählt!

Ganz schlimm habe ich die Anfeuerungsrufe empfunden. "Lauf a bissl" und "Probiers doch wenigstens" bis hin zu "Wenigstens a bissl Laufen - Hopp Hopp" sind zwar lieb gemeint, zehren aber vermehrt an den Nerven wenn man weiß das man könnte wenn nur nicht die Verletzung wäre...


Permanent habe ich versucht wieder zu Laufen, aber mehr als ein paar Meter waren nicht drin. Sofort blockierte mein Knie vor Schmerz, und ich wusste nicht mehr wie ich weiter sollte. Aber ich wollte unbedingt ins Ziel, auch wenn die Endzeit komplett zu vergessen war. Aber ich wollte ins Ziel - ich wollte mir meine viele Arbeit nicht vermiesen lassen und versuchte mich der Situation anzupassen und zu genießen! Ich mache einen Ironman, es ist toll hier, ich werde es schaffen - diese Gedanken begleiteten mich.

(Spaziergang ins Glück)

Nach nur mäßigen 14 Stunden erreichte ich daher eher relaxt das Ziel. Ich freute mich doch sehr über die Ankunft, weil das Gehen endlich vorbei war und ich mein Ziel - einen Ironman zu finishen - endlich erreicht hatte!.

Es war aber schon fast 2200 Uhr und nach einer kurzen Dusche und einer kleinen Mahlzeit gings gleich nach Wien und weiter zum Flughafen Schwechat zur Dienstreise nach Afrika / Tanzania. Echt verrückt!


Jetzt, 1 Woche nach dem Ironman, habe ich schon neue Ziele ausgeheckt! Ich habe erlebt dass ich gut trainiert war, keine konditionellen oder Kraftprobleme hatte. Dadurch dass ich den Marathon nicht gelaufen bin hatte ich auch kaum Muskelkater. Schon einen Tag nach dem Bewerb war alles easy - fast als hätte ich nur ein härteres Training gemacht.

Nun lasse ich mich mal ordentlich medizinisch checken - ich muss das mit der Sehne in meinem rechten Knie in den Griff kriegen! Beim Ironman 70.3 in St.Pölten war alles easy, und da habe ich speziell am Rad anders angedrückt! Na ja, ich werde sehen.

Meine Ziele 2010 sind nun:

1) Ursache für Schmerz herausfinden und entsprechend handeln (Arzt - und Training)
2) Ironman Ziel 2010 definieren (Südafrika, China oder Roth/Deutschland)
3) Winter Trainingslager organisieren (Dezember/Jänner - Dubai oder USA)
4) Frühjahr Trainingslager organisieren (Cecina Italien oder Mallorca)
5) Spaß haben und einen Ironman im Sinne des Erfinders finishen
(Schwimmen, Radfahren und Laufen)


Letztendlich bin ich Mega Happy! Es war ein besonderes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. I am an Ironman - denn ich habe gekämpft und nicht Aufgegeben!!!

Hmmmm - ein geiles Gefühl...

...ich habe Lust auf mehr!!!

Liebe Grüße
Euer Norbert