Donnerstag, 21. Januar 2010

The Ball


Hallo!
Stabilität in der Bauch/Rückenregion ist alles bei einem Triathleten (sag ich mal). Nun, seit einiger Zeit investiere ich nicht gerade wenig Aufwand in die Stärkung meiner "Mitte". "The Ball" spielt dabei eine wichtige Rolle. Habe nicht gewusst was man damit alles anfangen (und nicht anfangen) kann.

Mein lieber Personal Coach - nennen wir Ihn Ramiro - ist ein lieber Kerl, durchtrainiert wie Arnie in seinen besten Tagen und motiviert mich an meine pysischen und psychischen Grenzen zu bringen. Es muss aber auch gesagt werden dass er immer nett ist und lächelt, auch wenn er mir verbal ordentlich in den Hintern steigt (Ordnung muss sein). Nun brauche ich das offensichtlich da ich alleine niemals diese Qualen auf mich nehmen würde. Nur tritt mir schon der nackte Angstschweiß auf die Stirn wenn Ramiro das Training mit den Worten "..now we take THE BALL ..." beginnt. Ich bekomme schon Albträume.

Liegestütz auf THE BALL mit einem beim vom Boden - Liegestütz bei denen in der Abwärtsbewegung die Beine (auf THE BALL) angezogen, und bei der Aufwärtsbewegung ausgestreckt werden - Sit Ups wobei THE BALL von den Armen zu den Füßen gereicht wird und umgekehrt - Seitstütz mit THE BALL zwischen den Beinen und andere Grausamkeiten werden mir da abverlangt. Auch kann man toll THE BALL mit seinem Rücken an eine Wand pressen, wobei man dabei auf einer MFT Platte steht, und dann Kniebeugen machen bei denen man leichte Gewichte in den Armen in einer "Butterfly" Bewegung durch die Luft schwingt.

Ich glaube nur mein angeborener Masochismus und der Wunsch keine Tractusprobleme mehr zu haben lassen mich die Einheiten durchstehen. Zum Glück lächelt Ramiro auch dann noch wenn einem Bandscheiben herausspringen (oder man es halt nur glaubt) oder man kurz vorm Kotzen ist (oder eben kotzt) - Ordnung muss halt sein beim Training.

Meine Definition zu THE BALL:
Ein aus Kunststoff gefertigtes, leicht zu transportierendes Foltergerät mit automatischer Fertigmachgarantie für den Nutzer bei adäquater Umsetzung von Übungen die dazu taugen Muskelgruppen zu trainieren von denen der Nutzer nicht weiß das er sie A) hat und B) sie nach dem Training jemals wieder nutzen wird können. Das Gerät kann leicht aufgebaut, und überall eingesetzt werden um den Nutzer das Gefühl des gequält werden Könnens weltweit zu garantieren. Speziell für übermotivierte Triathleten! Nebenwirkungen: Suchtgefahr, Bewegungsunfähigkeit (kurzfristig nach dem Training), Absolute Leere im Gehirn (Ebenfalls kurz nach dem Training, sofern nicht schon vorher vorhanden) und Panikattacken vor weiteren Trainingseinheiten (zu Beginn stark, lassen dann aber nicht nach).
Tipp: Mittels Einsatz von Personal Trainern kann der Quälfaktor unendlich gesteigert werden!


In diesem Sinne
Euer Norbert

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