Mittwoch, 23. Juni 2010

Es wird scho werden...

Meine Frustschwelle ist dramatisch gestiegen; soll bedeuten ich hab mich wieder eingekriegt und die Motivation ist wieder da! Ich habe ja noch gut 14 Wochen bis Hawai, bin jetzt schon brauchbar in Form und kann mich bis dahin weiter optimieren. Die Sonne scheint wieder, und somit leuchten auch meine Aussichten auf Erfolg deutlich heller ;-)

Meld mich wieder
Norbert

Mittwoch, 16. Juni 2010

Ich bin verzweifelt

Hallo!
"Und ER läuft doch" war der Titel meines letzten postings. in den letzten Tagen erlebte ich ein emotionales Auf- und Ab. Mein Tractus meldet sich wie er Lust und Laune hat bei Trainingseinheiten zu Wort. Mal kann ich 150km mit vollem Druck Radfahren oder 2h30 Laufen - ein anderes mal kann ich keine 15 min. Laufen und mein Tractus stoppt mich - SOFORT!

Ich dehne, ich kräftige meine Stabilität, ich koordiniere mein Training mit Sportmedizinern. Wir haben den Trainingsumfang drastisch heruntergeschraubt (6-8h pro Woche) - die selben Probleme. Dann wurde der Trainingsaufwand erhöht, zuerst auf mehr als 10h (keine Probleme) dann auf 14h pro Woche - auch keine Probleme - dann auf 16h (Probleme wieder da) dann auf 20h (keine Probleme) dann auf 10h reduziert (Probleme wieder da).
Da gibt es kein Muster. Verschiedenste Sportärzte die ich besucht habe kennen sich nimma aus. Meine Muskelfunktion wurde auf Dysbalancen und Schwächen gescreent. Ich bin echt kräftig um meine Bauchmitte herum kann ich sagen. Sei es der abdominale Bereich oder seitliche, schräge Muskulatur oder die Muskulutar rund um den Lendenwirbel.

Habe meine Lauftechnik umgestellt, an Schuhen und Training herumgedoktert, mich in die Obhut von Spezialisten begeben - mit dem Resultat dass ich jetzt genau dastehe wie 2007 bei meiner ersten Halbdistanz, der Tri Motion in Saalfelden bei der ich den ganzen Halbmarathon zu Fuss gehen musste. Nicht zu vergessen mein legendärer 32km Marsch beim Ironman Klagenfurt 2009 - zum schreien das Ganze!

Ich habe seit 2005 unglaubliche 26kg abgenommen, dabei Muskelmasse aufgebaut, meinen Stoffwechsel dermaßen optimiert dass ich mit 1 Powerbar Riegel 180km Rad fahren kann.
Gehe in die Kraftkammer und Schwimmen - und wenn Gott und mein Tractus wollen, laufe ich die 10km in 42min. den Halbmrathon um die 1h35min. und den Marathon in 3h45min (locker).

Warum, warum nur kriege ich das nicht in den Griff?

Bitte an irgendwen da draußen - ich bin VERZWEIFELT!

Seit 4 Jahren kämpfe ich damit - mir geht langsam der Strom aus, meine Motivation betreffend. Heut bin ich schlecht drauf, daher kommen meine negativen Emotionen stark durch.

Wenn ich meine Motivation wieder finde melde ich mich wieder...

Gruß
Norbert

Mittwoch, 2. Juni 2010

Und ER läuft doch!

Was für ein Tag! Ich war noch nie so unsicher vor einem Bewerb. Eine Woche vor dem Halb
Ironman St.Pölten (Pflichtbewerb um in Hawaii starten zu dürfen) passierte es:


Während einer harten Trainingseinheit war er wieder da - der Tractusschmerz. Panik!!! Dennoch spürte ich dass diesmal der Schmerz anders war, weniger intensiv. Sicher durch die sehr gute Trainingsarbeit im Vorfeld, speziell im Isometrischen Bereich.


Nach einem Besuch bei Dr. Trimmerl und entsprechender Druckbehandlung schmerzte der Tractus bis am Vortag des Bewerbs - aber dies waren eher die Druckschmerzen von der Behandlung. Am Bewerbstag selbst hatte ich wider erwarten keine Probleme und konnte in neuer persönlicher Bestzeit von 5h 18min. finishen.


(So sieht Erleichterung aus)
Schon beim schwimmen ging ich nicht an meine Grenzen um mich zu schonen fürs Rad und Lauf. Aber ehrlich gesagt viel schneller wärs eh nicht gegangen... (42min) - Dieser Teil des Triathlons wird nie meine Paradedisziplin werden ;-).
Das Radfahren habe ich etwas forciert, ließ aber dennoch genug Luft nach oben (2h37min auf 90km - 35km/h Schnitt) weil ich nichts riskieren wollte fürs Laufen.

(Radsplit war - ein Traum!)

Beim Laufen war ich mir vom ersten Meter an unsicher - fühlte mich gleichzeitig aber sehr wohl. Die permanente Frage: Wirds halten mein Knie? Ganz konzentriert und gedrosselt und vielleicht etwas zu unlocker bin ich dann die ersten 15km gelaufen. Erst ab km 17 war ich mir sicher - heut passt´s es wird nix passieren!

Ich bin die letzten 4 km ganz locker mit einem Lächeln ins Ziel gelaufen und habe einfach - genossen! Die Leute um mich herum, die anderen Athleten, den Duft des Regens und der Bäume um mich herum...
Klingt vielleicht a bissl blöd - aber ich war einfach nur happy dass es ist wie es ist.


(Einfach nur happy)

Jetzt werde ich den Anteil des Lauf- und Schwimmtrainings erhöhen um hier stabiler zu werden. Am Rad fühle ich mich stark mit genug Reserven. 2 Wochen vor St.Pölten absolvierte ich noch einen Radmarathon in Schwechat - 118km in 3h07min - 37km/h Schnitt. Da passt die Form. Im Laufen traue ich mir eine Marathonzeit von 3h50min bis 4h beim Ironman zu. Meine angepeilte Schwimmzeit sollte so bei 1h20 min liegen - dann wär ich happy.

Die nächsten Ziele:
Ich möchte an der Challenge Roth teilnhemen und nicht beim Ironman Klagenfurt - gemeldet bin ich ja und werde mit meinem Trainer noch eine entsprechende Roadmap bis dahin erstellen. Bei einem Start in Roth habe ich zwei Trainingswochen mehr die ich gerne nutzen will. Klagenfurt läuft mir nicht davon, und eine Rechnung muss ich dort auch noch begleichen..

Ich halte Euch am laufenden!

Ein - erleichteter - Norbert